KRITIK AN KONZERT VON MICHAEL PATRICK KELLY IN KöNIGSTEIN: DIE LEHREN AUS DEN MISSTöNEN

Parken, Verkehr, Besuch: Beim Konzert von Michael Patrick Kelly auf der Festung Königstein lief einiges schief. Ein Geschäftsführer sagt, wie es in Zukunft besser werden soll.

Der Besuch mindestens eines Open-Air-Konzert gehört für viele zum Sommer. Am Sonnabend waren es rund 4.000 Menschen, die das Konzert von Michael Patrick Kelly auf der Festung Königstein erlebten. Mit einigen unschönen Begleiterscheinungen, wie etliche danach in den sozialen Medien oder auch gegenüber Sächsische.de äußern. Die Kritikpunkte: Das Hinkommen, das Parken und die Organisation vor Ort. Was sagt der Veranstalter - die Konzertagentur Dresden - dazu und welche Schlussfolgerungen zieht sie? Die SZ befragte dazu Steffen Antes, einen der beiden Geschäftsführer.

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Hinkommen: Öffentliche statt private Verkehrsmittel

Die Eintrittskarten der Konzertagentur Dresden haben die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs inklusive. Die Empfehlung der Veranstalter war deshalb: Mit dem Auto nach Pirna oder Bad Schandau fahren, dort auf den P+R-Plätzen parken, mit der S-Bahn nach Königstein und von dort zu Fuß oder mit dem Shuttle, der jedoch nicht im Ticketpreis enthalten war.

Die Taktung des Shuttles reiche prinzipiell wie vorherige Konzerte zeigten, so Antes. Am Sonnabend scheiterte der Shuttle an den Autofahrern, die die Zufahrt von der S172 zur Festung zuparkten. Dadurch dauerten die Shuttle-Fahrten länger und konnten weniger Besucher transportieren. Das Gleiche passierte nach dem Konzert. Eine Schlussfolgerung sei: Den Shuttle nur noch zwischen Reißigerplatz und Wendeschleife rollen zu lassen, um die Zeiten zu verkürzen. Damit dauert aber der Fußweg vom Shuttle zum Konzert länger.

Parken: Parkplätze reichen prinzipiell nicht

Die Festung ist nicht als Konzertort gebaut. Deshalb gibt es hier zwar genug Parkplätze für die Besucher der Festung, nicht aber für mehrere Tausend Konzertgäste. Wenn das Parkhaus am Fuß der Festung voll ist, wird auf den Ausweichparkplatz in Leupoldishain verwiesen. Beides wird von der Stadt Königstein betrieben. Leupoldishain als offiziellen Konzertparkplatz zu nutzen, scheitere bisher an Genehmigungen. Das würde aber auch an der Zahl der Parkplätze hier nichts ändern.

Mit der Stadt Königstein habe die Konzertagentur sich schon am Montag verständigt, bei den nächsten Konzerten an der Zufahrt zur Festung mehr Personal einzusetzen, um hier das Falschparken und damit die Behinderungen zu vermeiden, damit der Shuttle freie Fahrt hat.

Besucher: Bei den nächsten Konzerten weniger

Das Konzert am Sonnabend war mit reichlich 4.000 Besuchern gut besucht, aber nicht ausverkauft. Maximal können Konzerte mit 5.000 Besuchern durchgeführt werden. Das werde nie ausgeschöpft. Für die Konzerte am kommenden Wochenende - Freitag "Soltatio Mortis", Sonnabend "The Bosshoss"- läuft der Vorverkauf und wird es eine Reduzierung geben. Für den Freitag werden maximal 2.300 Karten verkauft, für den Sonnabend nicht mehr als 3.000.

Wetter: Wind und Gewitter sorgten für Verzögerungen

Das Wetter führte zu Verzögerungen, weshalb das Konzert 20 Minuten später begann. Der starke Wind forderte einen Sicherheitsabstand zwischen Bühne und Besuchern von zehn Metern. Zwischenzeitlich konnten die Besucher nicht auf das Gelände gelassen werden. Die Folge war ein Stau am Einlass. Dazu kam gerade dann ein Gewitter. Außerdem mussten Bühnenteile kurzfristig abgebaut werden. Die Sicherheit aller stehe immer im Vordergrund, heißt es von der Firma.

Verletzte: Vier Herz- und Kreislauffälle

In den sozialen Medien war von Verletzten beim Königsteiner Konzert die Rede. Es handelt sich um eine Frau, die vorm Einlass Herzbeschwerden hatte sowie zwei Herz-Kreislauf-Fälle während des Konzertes. Außerdem soll eine Frau der Crew dieselben Probleme gehabt haben. Alle konnten vor Ort behandelt werden. Natürlich sorgen die Krankenwagen für Aufsehen, doch es sei im Verhältnis zur Zahl der Besucher eine normale Zahl von Einsätzen für die Sanitäter, so die Veranstaltungsagentur.

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